Am 18. Mai 2026 blickte die Gesellschaft Schweiz-China gemeinsam mit NZZ-Korrespondent Matthias Kamp auf den historischen Staatsbesuch von Donald Trump in Beijing zurück — der erste eines US-Präsidenten in China seit fast einem Jahrzehnt.

Kamp zeichnete ein lebendiges Bild des öffentlichen Aufruhrs in Peking: Menschentrauben vor den Hotels der Delegation, Social-Media-Hype rund um Elon Musk und Jensen Huang, die wie Popstars gefeiert wurden. Inhaltlich setzte er klare Akzente: Der Gipfel war weniger ein Moment konkreter Vereinbarungen als ein strategischer Auftakt. Beide Seiten wollten vor allem Stabilität — China, um sich auf seinen nächsten Fünfjahresplan konzentrieren zu können; Trump, um innenpolitische Erfolge vorweisen zu können.
Zentrale Themen waren Handelsstreit und Exportbeschränkungen, die Lage rund um die Strasse von Hormuz, Taiwan sowie die Gründung eines Trade Council und eines Investment Council für weitere Verhandlungen. Konkrete Handelszusagen — Soja, Boeing-Flugzeuge, GE-Triebwerke — sind absehbar, aber noch nicht unterzeichnet. Für die Schweiz ist das Gipfelergebnis relevant: China treibt das Upgrade des Freihandelsabkommens aktiv voran, auch um Signalwirkung in Richtung Washington zu entfalten.
Fazit von Matthias Kamp: «Ein guter Gipfel» — trotz vieler noch offener Punkte.